Mittel Schulter-Sehnenreparatur-Rehabilitation
Ein 11-wöchiges Programm für Fortgeschrittene mit Langhanteln, Balancekissen und Therapieton zur Unterstützung des Genesungsprozesses.
Professional rehabilitation program designed for effective recovery and pain management.
Wichtigste Fakten im Überblick
- Körperregion
- Obere Extremität · Schulter
- Verletzungsart
- nach Sehnenreparatur
- Stufe
- Mittel
- Dauer
- 11
- Sitzungen/Woche
- 3
- Minuten/Sitzung
- 45
- Evidenzgrad
- Mittel
- ICD-10
- S42
- Kostenstufe
- Mittel
Programmübersicht — Rehabilitation nach einer mittelschweren Schulter-Sehnenreparatur – Zwischenstufe (11 Wochen)
Dieses Programm richtet sich an Erwachsene, die sich von einer Schulter-Sehnenreparatur erholen, die frühe geschützte Heilung abgeschlossen haben und bereit für einen betreuten Zwischenschritt sind. Über 11 Wochen mit drei 45-minütigen Einheiten pro Woche bauen Sie Schritt für Schritt Beweglichkeit, Kraft und Alltagsfunktion der Schulter mit einer Langhantel, einem Balancekissen und Therapieknete sowie mit Anwendungen unter Anleitung Ihrer Ärztin oder Ihres Therapeuten wieder auf. Das Ziel ist eine stetige, sichere Rückkehr zur normalen Schulternutzung, ohne die reparierte Sehne zu überlasten.
Bevor Sie beginnen
Befolgen Sie diesen Plan nur unter Aufsicht Ihrer Ärztin oder Ihres Therapeuten. Ihre Vorsichtsmaßnahmen bedeuten, schwere oder plötzliche Belastungen der Schulter zu vermeiden und die Wirbelsäule bei den Übungen in einer neutralen, gestützten Position zu halten. Da ein Kompartmentsyndrom als Gegenanzeige genannt ist, brechen Sie sofort ab und suchen Sie dringend medizinische Hilfe, wenn Sie starke, zunehmende Schmerzen, ein Spannungsgefühl, Schwellung, Taubheit oder Kribbeln im Arm bemerken. Brechen Sie ebenfalls ab und rufen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Therapeuten an bei neuer Schwäche, stechenden Schmerzen oder Schmerzen, die nach der Aktivität hoch bleiben.
Wöchentlicher Aufbau
Die 11 Wochen umfassen drei Einheiten pro Woche von jeweils etwa 45 Minuten. In den frühen Wochen liegt der Schwerpunkt auf geschützter Bewegung und sanfter Kontrolle des Schulterblatts. In den mittleren Wochen kommen aktive Bewegung und leichter Widerstand hinzu. In den späteren Wochen werden Kraft und Ausdauer mit Langhantel, Knete und Balancekissen aufgebaut. Ihre Ärztin oder Ihr Therapeut entscheidet anhand der Fortschrittszeichen, wann Sie in die nächste Phase wechseln – schneller oder langsamer ist normal und zu erwarten.
So sieht eine typische Einheit aus
Die Einheiten folgen dem Muster Aufwärmen, Hauptteil und Abkühlen. Zum Aufwärmen gehören sanfte Pendel- und Schulterblattbewegungen sowie leichtes Kneten der Therapieknete. Im Hauptteil wechseln sich Beweglichkeits- und Schulterblattübungen mit dosierter Kräftigung an Langhantel und Knete ab, wobei das Balancekissen für kontrollierte Stabilitätsarbeit genutzt wird; auch die Anwendungen Ihrer Ärztin oder Ihres Therapeuten können enthalten sein. Zum Abkühlen gehören sanftes Dehnen, myofasziale Behandlung des oberen Rückens und der Schulterblattmuskulatur nach Anweisung sowie ruhiges Atmen, um die Schulter zu beruhigen.
Fortschritt verfolgen
Ihre Ärztin oder Ihr Therapeut nutzt die Kriterien der einzelnen Phasen – etwa eine angenehme Beweglichkeit, niedrige Schmerzwerte und schmerzfreie Krafttests –, um zu entscheiden, wann Sie weitergehen. Messwerte wie ASES, Constant-Murley, die Schmerzskala VAS, die Beweglichkeit per Goniometer, manuelle Krafttests und der SANE-Score werden wiederholt erhoben, um Verläufe über die Zeit zu zeigen. Sie dienen als Entscheidungshilfe und sind keine Bestehens- oder Durchfallgrenzen, über die Sie selbst urteilen sollten. Berichten Sie, wie sich Ihre Schulter zwischen den Einheiten anfühlt.
Genesung und Selbstfürsorge
Nutzen Sie Anwendungen wie Ultraschall und TENS nur nach Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Therapeuten; sie unterstützen Wohlbefinden und Heilung, ersetzen aber nicht die Übungen. Ruhen Sie die Schulter aus, wenn sie schmerzt, vermeiden Sie Überlastung und halten Sie die Wirbelsäule beim Heben neutral. Achten Sie auf Warnzeichen – starke oder zunehmende Schmerzen, Spannungsgefühl, Schwellung, Taubheit, Kribbeln oder neue Schwäche – und brechen Sie ab und wenden Sie sich umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Therapeuten, wenn diese auftreten.
Genesungsphasen
Pain at rest ≤ 2/10 on visual analog scale,Active and passive glenohumeral forward flexion within pain tolerance to 90°,No active contraction of supraspinatus to protect repair,Scapular stabilization in neutral position maintained,AC joint loading tolerance with sling immobilization,Biceps tendon protected with elbow flexed at 90°
→ Weiter zu: Phase II
Pain with glenohumeral movements ≤ 3/10,Passive external rotation to 30° with arm in scapular plane,No aggravation of labral repair with pendulum exercises,Full passive elbow flexion/extension within tolerance,Scapular protraction/retraction without pain,AC joint vertical compression test negative
→ Weiter zu: Phase II
Active forward flexion to 100° with good scapular mechanics,Passive external rotation to 45° at 0° abduction,Internal rotation to trunk level (T12),No clicking or catching suggesting labral pathology,Isometric rotator cuff contractions without pain,Biceps tendon resisted elbow flexion pain-free
→ Weiter zu: Phase III
Forward flexion to 120° with controlled scapular upward rotation,External rotation to 60° at 0° abduction,Glenohumeral joint play within physiological limits,Isotonic shoulder abduction to 90° at 2/5 resistance,Pain-free AC joint palpation,Biceps tendon tensioning without anterior shoulder pain
→ Weiter zu: Phase III
Forward flexion to 145° with minimal scapular winging,External rotation at 90° abduction to 60°,Internal rotation to T8-T10 level,Rotator cuff strengthening at 3/5 manual muscle testing,Scapular retraction strength 3/5,Biceps curl with 2 kg without anterior shoulder discomfort
→ Weiter zu: Phase IV
Full forward flexion with proper glenohumeral rhythm,External rotation at 90° abduction to 75°,Supraspinatus isolation without impingement signs,Rotator cuff eccentric strengthening tolerated,Scapular stabilization with Theraband in diagonal patterns,Biceps tendon loading progression to 4 kg
→ Weiter zu: Phase IV
Full range external rotation at 90° abduction,Internal rotation to T7 level,Rotator cuff manual muscle testing 4-/5,Scapular control during loaded elevation tasks,No labral irritation with provocative tests,Biceps tendon functional loading complete
→ Weiter zu: Phase IV
Full pain-free glenohumeral ROM in all planes,External rotation strength 4/5 at 90° abduction,Internal rotation strength 4/5,Scapular stabilization during push-up plus phase,Rotator cuff closed-chain strengthening without symptoms,AC joint stress test negative
→ Weiter zu: Phase V
Isokinetic rotator cuff testing within 80% of contralateral side,Scapular dyskinesis absent during functional movements,No labral symptoms with Load and Shift test,Full strength in biceps brachii,Shoulder endurance testing 80% of contralateral side,Plyometric throwing progression initiated
→ Weiter zu: Phase V
Full sport-specific or occupational glenohumeral ROM,Rotator cuff strength 4+/5 all directions,Scapular mechanics optimized during overhead tasks,No pain with labral stress tests,Biceps tendon speed test negative,Functional movement patterns pain-free
→ Weiter zu: Discharge
Return to unrestricted activities,Shoulder outcome scores at pre-injury level,Rotator cuff manual muscle testing 5-/5,Scapulothoracic and glenohumeral rhythm normalized,AC joint asymptomatic with full loading,Biceps tendon resisted test 5/5 strength
→ Weiter zu: Discharge
Meilensteine der Aktivitätswiederaufnahme
Pain-free basic activities of daily living
Week 3Able to sustain light load ≤ 2kg in functional reach position
Light functional activities and conditioning
Week 4No sign of shoulder impingement with resisted empty can test
Moderate activity and sport-specific conditioning
Week 6Able to tolerate light resisted flexion and extension without flare
Full return to sport, occupation, and recreation
Week 11Transfers and mobility tasks completed without upper limb compensation
Vorsichtsmaßnahmen
- Überlastung vermeiden
- Neutrale Wirbelsäule halten
Gegenanzeigen
- Kompartmentsyndrom
Schmerzmanagement
- Cryotherapy with ice pack to glenohumeral joint for 15-20 minutes post-exercise
- Non-steroidal anti-inflammatory medication as prescribed
- Soft tissue mobilization to posterior rotator cuff and scapular muscles
- Posterior capsule stretching to address glenohumeral internal rotation deficit
- Electrical stimulation (TENS) to anterior shoulder for biceps tendon protection
Geräte & Modalitäten
Häufige Fragen
Wie stark darf der Muskelkater nach einer Einheit sein?
Kann ich die Übungen mit Balancekissen oder Langhantel weglassen?
Was, wenn ich mich bereit für den nächsten Schritt fühle, bevor meine Ärztin oder mein Therapeut es sagt?
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.
Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.
Medizinisch geprüft von WellAlly-Redaktionsteam Zuletzt geprüft 6. Oktober 2026. · Unsere redaktionelle Richtlinie lesen