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6-Monoacetylmorphin (6-MAM) Test im Haar

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Der 6-MAM Test im Haar ist ein Drogentest, der den Nachweis von Heroinkonsum über einen längeren Zeitraum ermöglicht.

Kurzfassung

{"6-MAM ist ein Abbauprodukt von Heroin und gilt als spezifischer Marker für Heroinkonsum","Der Haartest kann Konsum der letzten Wochen bis Monate nachweisen","Die Probe wird typischerweise vom Kopfhaar oder anderen Körperhaaren entnommen","Positive Ergebnisse können bei gerichtlichen, arbeitsmedizinischen oder medizinischen Untersuchungen relevant sein","Der Test ist sehr empfindlich und kann auch geringe Mengen nachweisen"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
26721-1
Kurzcode
6-MAM Hair
Synonyme
6MAM Hair-mCnt
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Clean, sealed plastic bag or hair collection envelope; special hair collection kit
Einheiten
N/A
Referenz min.
0
Referenz max.
5
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
0–120 Jahre
Methode
Liquid Chromatography-Tandem Mass Spectrometry (LC-MS/MS)
CPT
80305
SNOMED
122461009
Probenvolumen
100-200 mg of hair (approximately 100-200 strands, 3 cm length)
Probenstabilität
Room temperature stable for extended periods; protected from contamination and moisture
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
72–168 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der 6-Monoacetylmorphin (6-MAM) Test im Haar ist ein laboratoriumsmedizinisches Verfahren, das den Nachweis von 6-MAM in Haarproben ermöglicht. 6-MAM ist ein spezifisches Abbauprodukt (Metabolit) von Heroin und gilt als zuverlässiger Marker für Heroinkonsum. Im Gegensatz zu Blut- oder Urintests, die nur den aktuellen oder kurzzeitigen Konsum nachweisen können, bietet die Haaranalyse einen viel längeren Nachweiszeitraum.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für den Test wird eine kleine Haarprobe benötigt, typically aus dem Kopfbereich. Die Probe wird dann im Labor analysiert, wobei moderne Methoden wie die Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) oder die Flüssigchromatographie-Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS) eingesetzt werden. Diese Verfahren sind sehr empfindlich und können selbst geringste Mengen von 6-MAM nachweisen. Die Ergebnisse werden in der Regel als positiv oder negativ angegeben, manchmal auch mit Angabe der Konzentration.

Was zeigt der Test?

Ein positives Ergebnis zeigt an, dass die getestete Person innerhalb des erfassten Zeitraums Heroin konsumiert hat. Da Haare etwa 1 cm pro Monat wachsen, kann durch die Analyse verschiedener Haarsegmente der ungefähre Zeitpunkt des Konsums bestimmt werden. Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass im untersuchten Zeitraum kein Heroinkonsum nachgewiesen werden konnte. Es ist wichtig zu beachten, dass der Test sehr empfindlich ist und auch passive Exposition (z.B. Kontakt mit Heroinrauch) zu positiven Ergebnissen führen kann.

Reference range

Negative: < 5 pg/mg hair; Positive: ≥ 5 pg/mg hair (laboratory-specific cutoff)N/A

Probenart: serum

No special preparation required. Inform laboratory of any hair treatments (bleaching, dyeing, permanent waves) within the past 3 months. Collect hair from the scalp vertex region, preferably 3 cm from root for segmental analysis.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Der 6-MAM Haartest hat verschiedene klinische und forensische Anwendungen. In der Suchtmedizin kann er zur Überwachung von Patienten in Rehabilitation verwendet werden. Bei Verdacht auf Heroinvergiftung kann er als Beweismittel dienen. Im arbeitsmedizinischen Bereich wird er manchmal für sicherheitsrelevante Tätigkeiten eingesetzt. Bei gerichtlichen Verfahren kann der Test als Beweis für oder gegen Heroinkonsum dienen. Die Langzeitnachweisbarkeit macht ihn besonders wertvoll für die Beurteilung von Abstinenz oder Rückfällen.

In der medizinischen Diagnostik hilft der Test Ärzten, den Verdacht auf Heroinkonsum zu bestätigen oder auszuschließen. Bei Patienten mit unklaren Symptomen wie Atemdepression, Miosis (Pupillenverengung) oder Bewusstseinsstörungen kann ein positives Ergebnis auf eine Heroinintoxikation hinweisen. Der Test wird auch verwendet, um die Einhaltung von Behandlungsvereinbarungen zu überprüfen und um bei Substitutionsbehandlungen die Compliance zu kontrollieren.

Häufige Fragen

Wie lange kann Heroinkonsum im Haar nachgewiesen werden?
Der Nachweiszeitraum hängt von der Haarlänge ab. Im Allgemeinen kann Konsum der letzten 3-6 Monate nachgewiesen werden. Bei längeren Haaren oder anderen Körperhaaren kann der Zeitraum sogar noch länger sein. Pro Zentimeter Haarlänge wird etwa ein Monat erfasst.
Kann der Test durch Haarbehandlungen beeinflusst werden?
Ja, chemische Behandlungen wie Bleichen, Färben oder Dauerwelle können die Testergebnisse beeinflussen. Diese Behandlungen können die 6-MAM-Konzentration im Haar reduzieren oder verändern. Es ist wichtig, dem Labor solche Behandlungen mitzuteilen.
Kann passiver Kontakt zu einem positiven Ergebnis führen?
Ja, theoretisch ist dies möglich. Personen, die in engem Kontakt mit Heroinrauch stehen (z.B. in Innenräumen), könnten theoretisch positive Ergebnisse zeigen. Allerdings sind die Mengen in der Regel so gering, dass sie unter der Nachweisgrenze liegen.
Ist der Test schmerzhaft oder invasiv?
Nein, die Probenentnahme ist einfach und schmerzlos. Es werden einige Haare aus dem Kopfbereich entnommen, ähnlich wie beim Friseur. Es ist kein Blutabnahme oder anderer invasiver Eingriff erforderlich.
Was bedeutet ein negatives Ergebnis?
Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass im untersuchten Haarsegment kein 6-MAM nachgewiesen werden konnte. Dies deutet darauf hin, dass innerhalb des erfassten Zeitraums kein Heroin konsumiert wurde. Allerdings kann ein negatives Ergebnis bei sehr kurzem Haar oder bei Haarbehandlungen auch dann auftreten, wenn tatsächlich Konsum stattgefunden hat.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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