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Acetylcholinesterase (ACHE) – Fruchtwassertest

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Der Acetylcholinesterase-Test im Fruchtwasser ist ein vorgeburtlicher Diagnosetest, der enzymatische Marker im Fruchtwasser analysiert, um bestimmte fetale Entwicklungsstörungen frühzeitig zu erkennen.

Kurzfassung

{"Dient der Erkennung von Neuralrohrdefekten wie Spina bifida (offener Rücken) und Anenzephalie","Wird durch Fruchtwasserentnahme (Amniozentese) durchgeführt","Erhöhte ACHE-Werte können auf fetale Fehlbildungen hinweisen","Wird oft in Kombination mit dem AFP-Test (Alpha-Fetoprotein) eingesetzt","Eine positive Diagnose erfordert weitere Untersuchungen wie Ultraschall"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
76478-7
Kurzcode
AChE Pnl Amn
Synonyme
AChE Pnl Amn
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Red-top tube (SST)
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Probenvolumen
5 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Acetylcholinesterase-Test (ACHE) ist ein biochemischer Laboretest, der die Konzentration des Enzyms Acetylcholinesterase im Fruchtwasser (Amnionflüssigkeit) misst. Acetylcholinesterase ist ein Enzym, das hauptsächlich im fetalen Nervengewebe produziert wird. Wenn der Fötus bestimmte Entwicklungsstörungen hat, kann dieses Enzym in das Fruchtwasser gelangen.

Wie wird der Test durchgeführt?

Der Test erfordert eine Fruchtwasserentnahme, sogenannte Amniozentese. Unter Ultraschallkontrolle wird eine dünne Nadel durch die Bauchdecke der Mutter in die Gebärmutter eingeführt, um eine kleine Menge Fruchtwasser zu entnehmen. Dieses wird dann im Labor auf Acetylcholinesterase und oft auch auf Alpha-Fetoprotein (AFP) untersucht.

Was bedeutet das Testergebnis?

Ein erhöhter Acetylcholinesterase-Wert im Fruchtwasser kann auf das Vorliegen eines Neuralrohrdefekts hinweisen, wie zum Beispiel Spina bifida (offener Rückenmarkkanal) oder Anenzephalie (Fehlen des Gehirnschädels). Es ist wichtig zu verstehen, dass ein positives Testergebnis nicht immer bedeutet, dass ein Defekt vorliegt – weitere diagnostische Verfahren wie ein detaillierter Ultraschall oder eine fetale MRT sind erforderlich.

Risiken und Hinweise

Die Amniozentese ist ein invasiver Eingriff mit einem geringen Risiko einer Fehlgeburt (etwa 1:500 bis 1:1000). Der Test wird in der Regel nur dann empfohlen, wenn ein erhöhtes Risiko besteht, z.B. durch familiäre Vorbelastung, auffällige Ultraschallbefunde oder erhöhte AFP-Werte im mütterlichen Blut.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

◆Associated findings1

Häufige Fragen

Wann wird der Acetylcholinesterase-Test empfohlen?
Der Test wird empfohlen, wenn ein erhöhtes Risiko für Neuralrohrdefekte besteht. Dies kann der Fall sein bei: erhöhten AFP-Werten im mütterlichen Blut, familiärer Vorbelastung mit Neuralrohrdefekten, vorangegangenen Schwangerschaften mit Fehlbildungen, bestimmten Medikamenteneinnahmen der Mutter oder auffälligen Ultraschallbefunden.
Wie zuverlässig ist der Test?
Der ACHE-Test hat eine hohe Sensitivität (über 90%) für Neuralrohrdefekte. Die Spezifität ist ebenfalls hoch, aber nicht 100%. Das bedeutet, dass die meisten Fälle von Spina bifida oder Anenzephalie erkannt werden, aber es können auch falsch-positive Ergebnisse auftreten. Deshalb ist immer eine Bestätigung durch weitere Untersuchungen erforderlich.
Ist der Test schmerzhaft oder gefährlich?
Die Fruchtwasserentnahme (Amniozentese) kann kurzzeitig unangenehm sein, ähnlich wie eine Blutentnahme. Das Risiko einer Fehlgeburt liegt bei etwa 0,1-0,3%. Der Eingriff wird unter sterilen Bedingungen und mit Ultraschallüberwachung durchgeführt, um die Risiken zu minimieren.
Was passiert bei einem positiven Testergebnis?
Bei einem erhöhten ACHE-Wert werden weitere Untersuchungen empfohlen, insbesondere ein detaillierter Ultraschall (Organsonographie) und eventuell eine fetale Magnetresonanztomographie (MRT). Ein genetischer Berater wird die Eltern beraten und alle Optionen sowie mögliche next steps besprechen.
Kann der Test das Geschlecht des Babys bestimmen?
Nein, der Acetylcholinesterase-Test dient nicht der Geschlechtsbestimmung. Er ist ein spezifischer Marker für fetale Neuralrohrdefekte. Das Geschlecht kann jedoch bei der Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Diagnostik bestimmt werden.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

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