Acetylcholinesterase (ACHE) – Fruchtwassertest
Der Acetylcholinesterase-Test im Fruchtwasser ist ein vorgeburtlicher Diagnosetest, der enzymatische Marker im Fruchtwasser analysiert, um bestimmte fetale Entwicklungsstörungen frühzeitig zu erkennen.
{"Dient der Erkennung von Neuralrohrdefekten wie Spina bifida (offener Rücken) und Anenzephalie","Wird durch Fruchtwasserentnahme (Amniozentese) durchgeführt","Erhöhte ACHE-Werte können auf fetale Fehlbildungen hinweisen","Wird oft in Kombination mit dem AFP-Test (Alpha-Fetoprotein) eingesetzt","Eine positive Diagnose erfordert weitere Untersuchungen wie Ultraschall"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 76478-7
- Kurzcode
- AChE Pnl Amn
- Synonyme
- AChE Pnl Amn
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Red-top tube (SST)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der Acetylcholinesterase-Test (ACHE) ist ein biochemischer Laboretest, der die Konzentration des Enzyms Acetylcholinesterase im Fruchtwasser (Amnionflüssigkeit) misst. Acetylcholinesterase ist ein Enzym, das hauptsächlich im fetalen Nervengewebe produziert wird. Wenn der Fötus bestimmte Entwicklungsstörungen hat, kann dieses Enzym in das Fruchtwasser gelangen.
Wie wird der Test durchgeführt?
Der Test erfordert eine Fruchtwasserentnahme, sogenannte Amniozentese. Unter Ultraschallkontrolle wird eine dünne Nadel durch die Bauchdecke der Mutter in die Gebärmutter eingeführt, um eine kleine Menge Fruchtwasser zu entnehmen. Dieses wird dann im Labor auf Acetylcholinesterase und oft auch auf Alpha-Fetoprotein (AFP) untersucht.
Was bedeutet das Testergebnis?
Ein erhöhter Acetylcholinesterase-Wert im Fruchtwasser kann auf das Vorliegen eines Neuralrohrdefekts hinweisen, wie zum Beispiel Spina bifida (offener Rückenmarkkanal) oder Anenzephalie (Fehlen des Gehirnschädels). Es ist wichtig zu verstehen, dass ein positives Testergebnis nicht immer bedeutet, dass ein Defekt vorliegt – weitere diagnostische Verfahren wie ein detaillierter Ultraschall oder eine fetale MRT sind erforderlich.
Risiken und Hinweise
Die Amniozentese ist ein invasiver Eingriff mit einem geringen Risiko einer Fehlgeburt (etwa 1:500 bis 1:1000). Der Test wird in der Regel nur dann empfohlen, wenn ein erhöhtes Risiko besteht, z.B. durch familiäre Vorbelastung, auffällige Ultraschallbefunde oder erhöhte AFP-Werte im mütterlichen Blut.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
◆Associated findings1
Häufige Fragen
Wann wird der Acetylcholinesterase-Test empfohlen?
Wie zuverlässig ist der Test?
Ist der Test schmerzhaft oder gefährlich?
Was passiert bei einem positiven Testergebnis?
Kann der Test das Geschlecht des Babys bestimmen?
Quellen
- 1
- 2
- 3
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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