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Mikroskopische Untersuchung auf säurefeste Bakterien

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test untersucht eine Milchprobe unter dem Mikroskop, um säurefeste Bakterien wie Mycobacterium tuberculosis oder Mycobacterium bovis nachzuweisen.

Kurzfassung

{"Der Test dient dem Nachweis von Tuberkulose-Erregern oder verwandten Bakterien in Milch","Eine Milchprobe wird gefärbt und mikroskopisch untersucht","Ein positives Ergebnis kann auf eine Kontamination oder Infektion hinweisen","Der Test ist wichtig für die Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit","Die Ergebnisse werden in der Regel innerhalb weniger Tage verfügbar gemacht"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
90269-2
Kurzcode
AFB-MILK
Synonyme
Acid fast Stn Mlk
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Sterile leak-proof container for milk; serum separator tube (SST) or plain red top tube for serum
Einheiten
N/A
Referenz min.
10
Referenz max.
40
Kritischer Bereich
2.5 N/A – 6.5 N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
0–120 Jahre
Methode
acid-fast-stain
CPT
87015
SNOMED
122442009
Probenvolumen
2-5 mL milk or 1-2 mL serum
Probenstabilität
Refrigerate at 2-8°C; process within 24-48 hours. Do not freeze milk samples.
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
24–72 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Die mikroskopische Untersuchung auf säurefeste Bakterien mittels Säurefärbung ist ein laboratoriumsdiagnostisches Verfahren, das in Milchproben durchgeführt wird. Bei der Säurefärbung (auch als Ziehl-Neelsen-Färbung oder Kälberfärbung bekannt) werden Bakterien, die eine spezielle Zellwand besitzen, sichtbar gemacht. Diese Bakterien, insbesondere Mycobacterium-Arten, haben die Eigenschaft, sich bei der Färbung mit speziellen Farbstoffen rötlich-blau anfärben und auch nach Behandlung mit Säure ihre Farbe behalten – daher der Name "säurefest". Die Untersuchung hilft dabei, potenziell krankheitserregende Bakterien frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Reference range

Adult: 10-40 U/LN/A

Probenart: serum

No fasting required. For milk sample: collect mid-stream milk in sterile container. For serum: follow standard venipuncture protocol. Inform laboratory of any recent antibiotic therapy or TB exposure.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

◆Associated findings1

Häufige Fragen

Wie läuft die Untersuchung ab?
Bei der Untersuchung wird eine Milchprobe zunächst zentrifugiert, um die Bakterien anzureichern. Der gewonnene Rückstand wird dann auf einen Objektträger aufgebracht und mit der Säurefärbung (Ziehl-Neelsen-Färbung) behandelt. Anschließend wird die Probe unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein von säurefesten Stäbchenbakterien untersucht. Der gesamte Prozess dauert in der Regel 1-2 Stunden, die Auswertung kann jedoch je nach Labor einige Tage in Anspruch nehmen.
Was bedeutet ein positives Ergebnis?
Ein positives Ergebnis bedeutet, dass säurefeste Bakterien in der Milchprobe nachgewiesen wurden. Dies kann auf eine Infektion mit Mycobacterium tuberculosis (menschliche Tuberkulose), Mycobacterium bovis (Rindertuberkulose) oder anderen Mykobakterien hinweisen. Ein positives Ergebnis erfordert weitere Untersuchungen, um die genaue Bakterienart zu bestimmen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Bei Milchprodukten kann dies bedeuten, dass die betroffene Charge vom Markt genommen wird.
Ist der Test schmerzhaft oder mit Risiken verbunden?
Für die Patientin oder den Patienten selbst ist dieser Test nicht mit Schmerzen oder Risiken verbunden, da keine Körperproben vom Menschen entnommen werden. Der Test wird an einer Milchprobe durchgeführt, die im Rahmen der Qualitätskontrolle oder bei Verdacht auf eine Kontamination entnommen wird. Es handelt sich um ein routinemäßiges laboratoriumsdiagnostisches Verfahren mit hoher Sicherheit.
Wie zuverlässig ist die mikroskopische Untersuchung?
Die mikroskopische Untersuchung auf säurefeste Bakterien ist eine schnelle und kostengünstige Methode, hat jedoch Einschränkungen bei der Empfindlichkeit. Die Nachweisgrenze liegt bei etwa 5.000-10.000 Bakterien pro Milliliter Probenmaterial. Das bedeutet, dass niedrige Bakterienmengen möglicherweise nicht erkannt werden. Für eine endgültige Diagnose werden daher oft zusätzliche Verfahren wie Kulturuntersuchungen oder molekularbiologische Methoden (PCR) eingesetzt.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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