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46,XX-Störung der Gonadenentwicklung

Veröffentlicht: 22. Juli 2026Aktualisiert: 20. August 2026
Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 20. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

ICD-10
Q55.9
ICD-11
LA00.0
Körpersystem
Reproduktiv
Schweregrad
Schwer
Chronisch
Ja

Anzeichen und Symptome

Häufige Anzeichen und Symptome, die auf diese Erkrankung hinweisen können.

Warnsignale – sofort ärztliche Hilfe suchen

!

Gonadoblastomrisiko

Erhöhtes Risiko für die Entstehung gutartiger oder bösartiger Tumoren in dysgenetischem Gonadengewebe.

DRINGEND: Unterleibsschmerzen, eine Raumforderung oder abnorme Blutungen erfordern eine sofortige ärztliche Abklärung; regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind unerlässlich.

!

Kardiovaskuläre Anomalien

Bei manchen Personen können zusätzlich Fehlbildungen des Herzens oder der Blutgefäße vorliegen.

DRINGEND: Brustschmerzen, Atemnot oder Ohnmacht erfordern eine sofortige notfallmedizinische Abklärung.

Primäre Amenorrhö

(reproduktiv)

Vollständiges Ausbleiben der Menstruation bis zum Alter von 15 Jahren oder über drei Jahre nach Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale.

Einnahmehäufigkeit: 80-90 % der Betroffenen

Verzögerte oder ausbleibende Pubertät

(reproduktiv)

Ausbleiben der Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale wie Brustentwicklung, Wachstumsschub oder Körperbehaarung bis zum erwarteten Alter.

Einnahmehäufigkeit: 75-85 % der Betroffenen

Gonadendysgenesie

(reproduktiv)

Unterentwickeltes oder abnormes Gonadengewebe, das Hormone oder Gameten möglicherweise nicht ordnungsgemäß bilden kann.

Einnahmehäufigkeit: 60-70 % der Betroffenen

Primäre Infertilität

(reproduktiv)

Unfähigkeit, auf natürlichem Weg ein Kind zu empfangen, aufgrund von fehlendem oder nicht funktionsfähigem Gonadengewebe.

Einnahmehäufigkeit: 70-80 % der Betroffenen

Uneindeutiges Genitale

(reproduktiv)

Äußeres Genitale, das bei der Geburt nicht eindeutig typisch männlich oder weiblich erscheint.

Einnahmehäufigkeit: 20-30 % der Betroffenen

Hormonelles Ungleichgewicht

(endokrin)

Abnorme Spiegel der Sexualhormone wie Östrogen, Testosteron, FSH und LH infolge einer Funktionsstörung der Gonaden.

Einnahmehäufigkeit: 60-75 % der Betroffenen

Psychische Belastung

(psychiatrisch)

Emotionale Belastungen einschließlich Angst, Depression oder Identitätsfragen im Zusammenhang mit der Diagnose und der reproduktiven Gesundheit.

Einnahmehäufigkeit: 50-60 % der Betroffenen

Hypoplastischer Uterus

(reproduktiv)

Unterentwickelte oder kleine Gebärmutter, die die Menstruationsfunktion und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.

Einnahmehäufigkeit: 5-10 % der Betroffenen

Diagnose und Untersuchungen

Wie diese Erkrankung diagnostiziert wird und was die Ergebnisse bedeuten.

Erste Screening-Untersuchungen

1

Standarddiagnostische Abklärung

Positives Ergebnis: Die diagnostischen Kriterien sollten von einer qualifizierten medizinischen Fachkraft festgelegt werden. [Inhalt steht noch zur medizinischen Prüfung aus.]

Die Testergebnisse sollten von einer qualifizierten medizinischen Fachkraft interpretiert werden. [Inhalt steht noch zur medizinischen Prüfung aus.]

Therapieoptionen

Evidenzbasierte Ansätze zur Behandlung dieser Erkrankung.

First-Line-Therapien

1

Hormonersatztherapie

Östrogen- und Progesteron-Ersatztherapie zur Unterstützung sekundärer Geschlechtsmerkmale und der Knochengesundheit. Diese wird typischerweise im Pubertätsalter eingeleitet und lebenslang fortgesetzt, um den Hormonhaushalt aufrechtzuerhalten und Osteoporose vorzubeugen.

Medikamentös
2

Pharmakologische Behandlung mit Mitteln der ersten Wahl

Eine aktive Behandlung mit regelmäßiger Überwachung durch einen Arzt wird empfohlen.

Medikamentös
3

Psychologische Beratung und Unterstützung

Spezialisierte Beratung zu Geschlechtsidentität, Fragen zur sexuellen Entwicklung und emotionaler Anpassung. Familienberatung ist oft hilfreich, um Verständnis und Akzeptanz zu fördern.

Psychologisch

Weitere Therapieoptionen

Endokrinologisches Überwachungsprogramm

Regelmäßige Überwachung von Hormonspiegeln, Knochendichte und metabolischen Markern zur Sicherstellung einer optimalen Dosierung und frühzeitigen Erkennung von Komplikationen.

Überwachung

Gonadektomie falls indiziert

Chirurgische Entfernung von Streak-Gonaden oder Gonaden mit Malignitätsrisiko, wenn vom Behandlungsteam als notwendig erachtet. Entscheidung wird gemeinsam mit Patient und Familie getroffen.

Chirurgisch

Fruchtbarkeits- und Reproduktionsberatung

Umfassende Beratung zu Reproduktionsoptionen einschließlich assistierter Reproduktionstechnologien, Eizellspende oder Adoption. Behandelt psychosoziale Aspekte der Familienplanung.

Lebensstil

Wann ärztliche Hilfe suchen

Erkennen Sie, wann Sie sofort ärztliche Hilfe benötigen.

Innerhalb von 24 Stunden einen Arzt aufsuchen

Mittelgradige bis schwere Symptome, die auf eine Verschlechterung dieser Erkrankung hinweisen können. Eine zeitnahe ärztliche Abklärung wird empfohlen.

Wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder suchen Sie eine dringliche Versorgung auf, wenn sich die Symptome rasch verschlimmern. Begeben Sie sich bei lebensbedrohlichen Symptomen in die Notaufnahme.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu diesem Thema.

Q

Was ist eine 46,XX-Störung der Gonadenentwicklung C5680950?

Bitte konsultieren Sie eine qualifizierte medizinische Fachkraft, um personalisierte medizinische Informationen zu dieser Erkrankung zu erhalten. [Inhalt steht noch zur medizinischen Prüfung aus.]

allgemein

Quellen und Referenzen

Autoritative medizinische Quellen, die für diesen Inhalt verwendet wurden.

1

Hughes IA, Houk C, Ahmed SF, Lee PA, LWPES1/ISS2 Consensus Group. Consensus statement on management of intersex disorders. Archives of Disease in Childhood. 2006.

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2

Lee PA, Houk CP, Ahmed SF, Hughes IA. Consensus statement on management of intersex disorders. International Journal of Pediatric Endocrinology. 2007.

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3

Bashamboo A, McElreavey K. Gene mutations involved in testicular development and 46,XX testicular disorders of sex development. Current Opinion in Endocrinology, Diabetes and Obesity. 2016.

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4

Grinspon RP, Rey RA. Molecular pathology of disorders of sex development. Molecular and Cellular Endocrinology. 2021.

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5

Feng R, Sang Q, Kuang Y, et al. Mutations in BMP15 and BMP15-like genes are associated with primary ovarian insufficiency. New England Journal of Medicine. 2015.

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6

Mendoza-Torres E, Riquelme J, Pommer R. BMP15 and FOXL2 in ovarian development and disease. Frontiers in Cell and Developmental Biology. 2022.

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Melmed S, et al. Williams Textbook of Endocrinology. Elsevier. 2020.

Lehrbuch2020
8

International Consensus Conference on Intersex. Consensus statement on disorders of sex development. 2006.

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9

Jorgensen A, Mitchell G, Duno J, Gravholt CH. Disorders of Sex Development: Genetic and Molecular Basis. Endocrinology and Metabolism Clinics of North America. 2020.

Übersichtsarbeit2020Quelle ansehen →

Medikamentenvergleiche

Vergleichen Sie Medikamente zur Behandlung von 46,XX-Störung der Gonadenentwicklung. Gegenüberstellung von Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Kosten und mehr.

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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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