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Fortgeschrittene Schulter Postfraktur Rehabilitation

Veröffentlicht: 26. Juli 2026Aktualisiert: 6. Oktober 2026

Ein 8-wöchiges Fortgeschrittenen-Programm zur Rehabilitation nach Schulterfraktur, mit Fokus auf die Rotatorenmanschette, das Labrum (Gelenklippe), das Akromioklavikulargelenk (AC-Gelenk) und die Bizepssehne, mit Ausrüstung wie Balanceboard, Rudergerät, Handgelenkschiene, Rückenbandage und Foam-Roller.

Kurzfassung

Professional rehabilitation program designed for effective recovery and pain management.

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 6. Oktober 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

Körperregion
Obere Extremität · Schulter
Verletzungsart
nach Fraktur
Stufe
Fortgeschritten
Dauer
8
Sitzungen/Woche
4
Minuten/Sitzung
60
Evidenzgrad
Mittel
ICD-10
S42
Kostenstufe
Mittel

Programmübersicht Dies ist ein fortgeschrittener achtwöchiger Rehabilitationsleitfaden für die Schulter für Menschen, die sich von einer Schulterfraktur erholen. Er verbindet schrittweisen Kraftaufbau, manuelle Gelenk- und Weichteilbehandlung sowie Gleichgewichts- und Koordinationstraining, damit Sie Bewegung, Kontrolle und Vertrauen in Ihren Arm zurückgewinnen. Er ist in einfacher Sprache verfasst und zur Nutzung gemeinsam mit Ihrem Therapieteam gedacht.

Für wen dieses Programm gedacht ist und sein Ziel Dieses Programm eignet sich für Menschen, deren Fraktur ausreichend verheilt ist für fortgeschrittene Übungen und die von Ihrem Behandlungsteam die Freigabe erhalten haben. Das Ziel ist, eine angenehme Schulterbewegung wiederherzustellen, die Kraft der Rotatorenmanschette und der Schulterblattmuskulatur neu aufzubauen und Sie sicher zu Alltagsaufgaben und Aktivität zurückzuführen. Es setzt eine gewisse Grundbeweglichkeit und keine aktiven Komplikationen voraus.

Bevor Sie beginnen Beginnen Sie erst, nachdem Ihr Behandlungsteam bestätigt hat, dass Ihre Fraktur stabil ist, und fortgeschrittene Belastung freigegeben hat. Prüfen Sie Ihre Hilfsmittel, räumen Sie Ihren Übungsbereich frei und halten Sie Ihre Handgelenksschiene, Rückenorthese, Faszienrolle, Ihr Balancebrett und Ihr Rudergerät bereit. Stellen Sie Fragen, bevor Sie beginnen, wenn etwas unklar ist.

Sicherheitshinweise und wann Sie aufhören sollten Wärmen Sie sich vor jeder Einheit auf und kühlen Sie danach ab. Hören Sie auf und rufen Sie Ihr Behandlungsteam an, wenn Sie starke oder zunehmende Schmerzen, plötzliche Schwellung, Taubheit, Kribbeln, Schwäche oder ein Gefühl von Enge oder Druck im Arm entwickeln, das nicht nachlässt. Das Kompartmentsyndrom ist ein ernster Zustand, auf den Ihr Behandlungsteam hingewiesen hat; behandeln Sie neue, zunehmende Armschmerzen oder Enge als dringend und suchen Sie umgehend Hilfe, statt weiterzumachen.

Wöchentlicher Aufbau Planen Sie über acht Wochen vier Einheiten von jeweils etwa sechzig Minuten mit Ruhetagen dazwischen. Die Einheiten verbinden angeleitete Übungen, manuelle Techniken und Arbeit mit Hilfsmitteln. Gehen Sie in Phasen vor: zunächst Schutz und Schmerzkontrolle, dann frühe Beweglichkeit, dann dosierter Kraftaufbau und Kontrolle. Ihr Behandlungsteam entscheidet je nach Ihrer Reaktion, wann Sie weitermachen.

Wie der Plan aufgebaut ist Die acht Wochen verlaufen in Etappen. In den ersten Wochen geht es um Schmerzlinderung, sanfte Bewegung und den Schutz des heilenden Gewebes. In den mittleren Wochen werden aktive Bewegung und leichte Belastung aufgebaut. In den späteren Wochen kommen Widerstand, Koordination und funktionelle Aufgaben mit Rudergerät, Balancebrett und Faszienrolle hinzu. Jede Phase hat klare Kontrollpunkte, anhand derer Ihr Behandlungsteam entscheidet, wann Sie bereit für mehr sind.

Wie eine typische Einheit aussieht Jede Einheit folgt einem gleichbleibenden Muster: den Körper vorbereiten, die Hauptarbeit leisten, dann zur Ruhe kommen. Manuelle Gelenk- und Weichteilbehandlung sowie Wärme können vor dem Dehnen eingesetzt werden, Eis danach nach Bedarf. Ihre Therapeutin oder Ihr Therapeut passt die Mischung an Ihre Beschwerden und Ihre Phase an.

Aufwärmen, Hauptteil und Abkühlen Beginnen Sie mit sanfter Bewegung und leichter Wärme, um die Schulter vorzubereiten. Der Hauptteil umfasst schrittweisen Kraftaufbau, Gleitbewegungen des Glenohumeralgelenks, myofasziale Behandlung rund um die Rotatorenmanschette und Koordinationsübungen, wobei Faszienrolle, Balancebrett und Rudergerät je nach Bedarf eingesetzt werden. Kühlen Sie mit leichter Bewegung und, falls empfohlen, mit Eis ab. Tragen Sie Ihre Handgelenksschiene oder Rückenorthese, wenn Ihr Behandlungsteam dies bei bestimmten Aufgaben empfiehlt.

Fortschritte verfolgen Notieren Sie einfach Schmerzen, Bewegung und was Sie in jeder Einheit tun konnten. Ihr Behandlungsteam erfasst den Bewegungsumfang, die Kraft, die Kontrolle des Schulterblatts sowie Ihre Werte im DASH, ASES und Ihre Schmerzwerte. Diese Messungen zeigen Verläufe über die Zeit und leiten Entscheidungen, statt dass eine einzelne Zahl für sich genommen zählt.

Wie die Kriterien für das Voranschreiten genutzt werden Ihr Behandlungsteam nutzt Phasen-Kontrollpunkte, etwa angenehme Schmerzwerte und das Erreichen bestimmter Bewegungs- und Kraftmeilensteine, um zu entscheiden, wann es weitergeht. Ergebnismessungen wie DASH, ASES, Schmerzskala, goniometrische Bewegungsmessung, manuelle Muskeltests und die Beurteilung der Schulterblattkontrolle werden wiederholt, um zu bestätigen, dass Sie bereit sind. Machen Sie niemals eigenmächtig einen Schritt voraus.

Erholung und Selbstfürsorge Ruhen Sie sich zwischen den Einheiten aus, trinken Sie ausreichend und achten Sie auf eine bequeme Haltung. Nutzen Sie Wärme vor dem Dehnen und Eis nach dem Üben nur so, wie Ihr Behandlungsteam es empfiehlt. Teilen Sie sich Ihre Kräfte ein, achten Sie auf ausreichend Schlaf und vermeiden Sie plötzliche Steigerungen der Aktivität. Beständigkeit zählt mehr, als an einem einzelnen Tag hart zu trainieren.

Vorsicht bei der Schmerzbehandlung und Warnsignale Leichter Muskelkater, der mit Ruhe nachlässt, ist normal; stechende, zunehmende oder anhaltende Schmerzen sind es nicht. Verdecken Sie zunehmende Schmerzen nicht mit Wärme oder Eis. Suchen Sie bei starken Armschmerzen, Enge, Schwellung, Taubheit, Kribbeln oder Farbveränderungen umgehend ärztliche Hilfe. Befolgen Sie die Hinweise Ihres Behandlungsteams zu Medikamenten, statt sie selbst anzupassen.

Genesungsphasen

Woche 1Protection & Pain Control

Pain at rest ≤ 2/10 on VAS scale,Glenohumeral joint swelling minimalized with controlled edema management,Passive glenohumeral flexion to 90 degrees achieved without increased rotator cuff tenderness,Scapular kinematics intact with minimal substitution patterns during breathing,AC joint compression test negative or markedly improved,Biceps tendon resisted testing produces ≤ 3/10 pain

→ Weiter zu: Early Mobility Phase

Woche 2Protection & Pain Control

Pain with active assisted motion ≤ 3/10,Glenohumeral external rotation to 30 degrees in scapular plane,Rotator cuff isometrics in pain-free range tolerated,Scapular stabilization against gravity maintained in prone,Labral repair protection protocol followed (no combined flexion-abduction-external rotation),Biceps tendon glides performed without aggravating pain

→ Weiter zu: Early Mobility Phase

Woche 3Early Mobility

Active glenohumeral flexion to 120 degrees achieved,External rotation at 90 degrees abduction to 45 degrees,Rotator cuff external/internal rotation isometrics at 60% MVT pain-free,Scapular upward rotation and posterior tilt during elevation against resistance,AC joint stability confirmed with cross-body adduction test negative,glenohumeral translation within normal limits on posterior drawer test

→ Weiter zu: Active Motion Phase

Woche 4Early Mobility

Active glenohumeral flexion to 145 degrees,External rotation at 90 degrees abduction to 60 degrees,Internal rotation at 90 degrees abduction to 70 degrees,Rotator cuff eccentric loading initiated at low resistance,Scapular control during loaded elevation tasks (3/5 MMT),Biceps tendon resisted flexion produces ≤ 2/10 pain

→ Weiter zu: Active Motion Phase

Woche 5Active Motion

Full active glenohumeral flexion (160-170 degrees) achieved,Full external rotation at 90 degrees abduction (80-90 degrees),Internal rotation to T7-T9 level behind back,Rotator cuff manual muscle testing 4/5 for external/internal rotators,Scapular stabilization 4+/5 MMT during loaded patterns,Functional reaching tasks completed without compensations

→ Weiter zu: Strengthening Phase

Woche 6Active Motion

Full pain-free glenohumeral range of motion in all planes,Rotator cuff strength 4/5 on isokinetic testing at 60 deg/sec,Glenohumeral proprioception within 10% of contralateral side,Scapular rhythm ratio (glenohumeral:scapular) 2:1 during elevation,AC joint load-bearing test negative during functional activities,Biceps tendon load tolerance equivalent to 70% contralateral side

→ Weiter zu: Strengthening Phase

Woche 7Strengthening

Rotator cuff external rotation at 90/90 position 4+/5,Rotator cuff internal rotation at 90/90 position 4+/5,Closed kinetic chain scapular stabilization on wall or counter,Glenohumeral horizontal adduction strength 80% contralateral,Scapular protraction and retraction against resistance 4+/5,Biceps brachii elbow flexion strength 4/5

→ Weiter zu: Advanced Strengthening Phase

Woche 8Advanced Strengthening

Rotator cuff isokinetic peak torque ≥ 80% contralateral at 180 deg/sec,Glenohumeral functional reaching above shoulder height without fatigue,Scapular control maintained during push-up plus progression,Proprioceptive training completion without instability symptoms,AC joint asymptomatic during loaded elevation and ADL activities,Patient-reported return to pre-injury function ≥ 80% on DASH

→ Weiter zu: Discharge / Maintenance

Meilensteine der Aktivitätswiederaufnahme

Pain-free basic activities of daily living

Week 2

Grip strength ≥ 50% of unaffected side on dynamometry

Light functional activities and conditioning

Week 3

Rotator cuff strength: supraspinatus grade ≥ 4 out of 5 on make test

Moderate activity and sport-specific conditioning

Week 4

Able to sustain light load ≤ 2kg in functional reach position

Full return to sport, occupation, and recreation

Week 8

Able to complete functional reach in all cardinal planes without substitution

Vorsichtsmaßnahmen

  • Danach abwärmen
  • Vorher aufwärmen

Gegenanzeigen

  • Kompartmentsyndrom

Schmerzmanagement

Geräte & Modalitäten

Therapeutic exercise (progressive loading protocol)Joint mobilization (glenohumeral glides grade III-IV)Soft tissue mobilization (myofascial release to rotator cuff interval)Proprioceptive training (proprioceptive neuromuscular facilitation patterns)Modalities as needed (heat prior to stretching, ice post-exercise)BalanceboardRudergerätHandschieneRückenortheseFaszienrolle

Häufige Fragen

Wie stark sollte ich mich während der Einheiten anstrengen?
Streben Sie eine kontrollierte Anstrengung mit leichten, gut aushaltbaren Beschwerden an, die schnell nachlassen, und hören Sie vor stechenden Schmerzen auf. Ihr Behandlungsteam leitet die Belastung anhand Ihrer Beschwerden und Ihrer Phase an.
Darf ich das Aufwärmen oder Abkühlen weglassen?
Nein, behalten Sie beides bei jeder Einheit bei; sie schützen Ihre Schulter und helfen bei der Erholung. Erst aufwärmen und danach abkühlen sind in diesem Programm erforderliche Vorsichtsmaßnahmen.
Was, wenn ich Einheiten verpasse oder einen Schub spüre?
Eine gelegentlich verpasste Einheit ist in Ordnung; machen Sie sanft weiter, statt doppelt nachzuholen. Wenn die Beschwerden aufflammen, nehmen Sie es ruhiger und kontaktieren Sie Ihr Behandlungsteam, bevor Sie mit der fortgeschrittenen Arbeit weitermachen.

Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

Medizinisch geprüft von WellAlly-Redaktionsteam Zuletzt geprüft 6. Oktober 2026. · Unsere redaktionelle Richtlinie lesen

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