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Fortgeschrittene Schulter Postfraktur Rehabilitation

Veröffentlicht: 26. Juli 2026Aktualisiert: 6. Oktober 2026

Ein 14-wöchiges fortgeschrittenes Programm zur Rehabilitation der Schulter nach einer Fraktur, mit Fokus auf die Rotatorenmanschette, das Labrum, das AC-Gelenk und die Bizepssehne, unter Verwendung von Handtrainern und Foam Rollern.

Kurzfassung

Professional rehabilitation program designed for effective recovery and pain management.

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 6. Oktober 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

Körperregion
Obere Extremität · Schulter
Verletzungsart
nach Fraktur
Stufe
Fortgeschritten
Dauer
14
Sitzungen/Woche
4
Minuten/Sitzung
30
Evidenzgrad
Mittel
ICD-10
S42
Kostenstufe
Mittel

Fortgeschrittene Schulterrehabilitation nach einer Fraktur: Programmübersicht Dieser Leitfaden beschreibt ein 14-wöchiges fortgeschrittenes Schulterrehabilitationsprogramm für Menschen, die sich von einer Schulterfraktur erholen. Es kombiniert therapeutische Übungen, manuelle Therapie, propriozeptives Training, Elektrostimulation sowie bei Bedarf Taping oder Orthesen, um Bewegung, Kraft und Stabilität der Schulter wieder aufzubauen. Der Plan ist für die Anwendung unter Aufsicht Ihrer Rehabilitationsfachkraft vorgesehen.

Für wen dieses Programm gedacht ist und welches Ziel es hat Dieses Programm eignet sich für Menschen, die die frühe Heilungsphase nach einer Schulterfraktur hinter sich haben und bereit für fortgeschrittene Arbeit an Rotatorenmanschette, Labrum, AC-Gelenk und Bizepssehne sind. Das Ziel ist, eine vollständige, schmerzfreie Schulterbeweglichkeit und -kraft wiederherzustellen, die Kontrolle des Schulterblatts zu verbessern und Sie über 14 Wochen sicher zu Ihren Alltagsaktivitäten und zu höherer Funktionsfähigkeit zurückzuführen.

Bevor Sie beginnen Beginnen Sie erst, nachdem Ihre Fachkraft Sie für fortgeschrittene Schulterbelastung freigegeben und bestätigt hat, dass die Fraktur stabil ist. Ihre Therapeutin oder Ihr Therapeut passt jede Phase an Ihre Situation an. Dieser Leitfaden ersetzt keine persönliche Untersuchung, und Ihre Fachkraft entscheidet, wann Hilfsmittel, Elektrostimulation oder Taping für Sie geeignet sind.

Sicherheitshinweise und wann Sie aufhören sollten Trainieren Sie nicht über einer offenen oder wieder geöffneten Wunde (Wunddehiszenz); halten Sie den Bereich geschützt und informieren Sie Ihre Fachkraft, wenn er sich öffnet oder nässet. Vermeiden Sie eine Überlastung der Schulter, halten Sie Ihre Wirbelsäule in einer neutralen Position und hören Sie auf, wenn der Schmerz zunimmt. Hören Sie auf und rufen Sie Ihre Fachkraft an bei neuen oder zunehmenden Schmerzen, Schwellungen, Taubheitsgefühlen oder Schwäche.

Wöchentlicher Aufbau Sie absolvieren über 14 Wochen vier Einheiten pro Woche von jeweils etwa 30 Minuten. Die Einheiten nutzen einen Handtrainer und eine Faszienrolle sowie bei Bedarf manuelle Therapie, Elektrostimulation und Taping durch Ihre Fachkraft. Das Programm durchläuft vier große Phasen – Schutz, frühe Bewegung, fortschreitende Bewegung und Kräftigung – und schreitet nur voran, wenn Ihre Fachkraft bestätigt, dass Sie die aufgeführten Kriterien erfüllen.

Wie der 14-Wochen-Plan aufgebaut ist Der Plan baut sich schrittweise auf. In den frühen Wochen stehen Schmerzkontrolle und sanfte Bewegung im Vordergrund; in den mittleren Wochen kommen aktive Bewegung und Kontrolle des Schulterblatts hinzu; in den späteren Wochen liegt der Schwerpunkt auf der Kräftigung der Rotatorenmanschette und der Schulterblattstabilisatoren. Phasenwechsel erfolgen, wenn Sie Kriterien erfüllen, etwa verbesserte Beweglichkeit, schmerzfreie isometrische Anspannung und ausreichende Kraft, sodass der Zeitpunkt von Person zu Person variiert.

Wie eine typische Einheit aussieht Jede Einheit folgt einem gleichbleibenden Muster aus Aufwärmen, Hauptteil und Abkühlen. Ihre Fachkraft passt die Zusammenstellung innerhalb der 30 Minuten an Ihre Phase, Ihre Beschwerden und Ihre Ziele an. Rechnen Sie zuerst mit sanfter Bewegung, dann mit gezielter Kräftigung und Kontrollarbeit und schließlich mit einem beruhigenden Abschluss, der Ihnen hilft, sich vor der nächsten Einheit zu erholen.

Aufwärmen, Hauptteil und Abkühlen Wärmen Sie sich mit sanften Pendel- und aktiv-unterstützten Bewegungen auf. Der Hauptteil kann Beweglichkeitsübungen und Kräftigung der Rotatorenmanschette mit dem Handtrainer, Stabilisierung des Schulterblatts, propriozeptive geschlossene Übungen und Faszienrollen-Mobilisation für den oberen Rücken umfassen. Kühlen Sie mit leichtem Dehnen und entspanntem Atmen ab. Manuelle Therapie, Elektrostimulation und Taping werden, falls verwendet, von Ihrer Fachkraft durchgeführt.

Fortschritt verfolgen Ihre Fachkraft verfolgt die Beweglichkeit mit Goniometrie, die Kraft mit manueller Muskeltestung und die Funktion anhand von SPADI, ASES, Constant-Murley Score und Patient-Specific Functional Scale. Diese Messungen leiten zusammen mit Ihren Angaben zu den Beschwerden die Entscheidungen darüber, wann Phasen weitergeführt und das Programm angepasst werden.

Wie die Kriterien für das Weiterkommen genutzt werden Sie gehen erst in die nächste Phase über, wenn Sie die Kriterien dieser Phase erfüllen – etwa die Zielbeweglichkeit ohne verstärkte Schmerzen erreichen, schmerzfreie isometrische Anspannung erzielen oder ausreichende Kraft zeigen –, wie von Ihrer Fachkraft bestätigt. Die Ergebnismessungen werden im Verlauf wiederholt, um Veränderungen aufzuzeigen, Anpassungen zu leiten und zu bestätigen, dass Sie sicher weiterkommen können.

Erholung und Selbstfürsorge Die Erholung findet zwischen den Einheiten statt. Schonen Sie die Schulter nach Bedarf, halten Sie den Wundbereich sauber und geschützt und befolgen Sie die Hinweise Ihrer Fachkraft zu Aktivität sowie zu eventuellem Taping oder Orthesen. Schlaf und allgemeine Aktivität unterstützen die Heilung. Melden Sie Veränderungen der Beschwerden umgehend, damit Ihr Plan angepasst werden kann.

Schmerzmanagement und Warnzeichen Leichte, kurze Beschwerden während der Übung können akzeptabel sein, aber hören Sie auf, wenn der Schmerz zunimmt, und informieren Sie Ihre Fachkraft. Drängen Sie nicht durch scharfen Schmerz hindurch und überlasten Sie die Schulter nicht. Suchen Sie zeitnah Hilfe bei zunehmenden Schmerzen oder Schwellungen, Wundöffnung, Fieber, neuen Taubheitsgefühlen oder Schwäche oder einem plötzlichen Bewegungsverlust, und folgen Sie den Ratschlägen Ihrer Fachkraft zur Schmerzlinderung.

Genesungsphasen

Woche 1Phase 1: Protection and Pain Control

Pain at rest less than 2/10 on visual analog scale,Glenohumeral joint edema reduced by visible assessment,Passive forward flexion to 45 degrees without increased rotator cuff pain,Scapular stabilization intact with minimal winging observed, tolerance to gentle pendulum exercises without exacerbation of biceps tendon tenderness

→ Weiter zu: Phase 2: Early Motion

Woche 3Phase 2: Early Motion

Passive forward flexion to 90 degrees with proper glenohumeral mechanics,Passive external rotation to 30 degrees at 0 degrees abduction without AC joint pain,Active assisted range of motion achieving scapular plane elevation to 70 degrees,Rotator cuff isometric contractions pain-free at submaximal effort,Tolerance to scapular stabilization exercises in prone lying

→ Weiter zu: Phase 3: Progressive Motion

Woche 5Phase 3: Progressive Motion

Active forward flexion to 120 degrees with proper scapulohumeral rhythm,External rotation at 90 degrees abduction to 45 degrees without labral symptoms,Full passive glenohumeral rotation without biceps tendon irritation,Internal rotation to T7-T9 level with adequate thoracic mobility,Active scapular control during shoulder elevation against gravity

→ Weiter zu: Phase 4: Strengthening

Woche 8Phase 4: Strengthening

Full active range of motion in all planes (flexion, abduction, external rotation, internal rotation),Rotator cuff strength grade 4/5 for supraspinatus and infraspinatus via manual muscle testing,Scapular stabilizer strength adequate (middle trapezius, lower trapezius, serratus anterior),Biceps tendon resistance testing without pain at mid-range,External rotation strength at 90 degrees abduction at least 70% of contralateral side

→ Weiter zu: Phase 5: Advanced Strengthening

Woche 11Phase 5: Advanced Strengthening

Rotator cuff strength grade 4+/5 for all cuff muscles including subscapularis,External rotation at 90 degrees abduction at least 85% of contralateral side,Functional reaching tasks completed without compensation patterns,Biceps strength 4+/5 with resisted elbow flexion and forearm supination,Scapular control maintained during loaded upper extremity activities

→ Weiter zu: Phase 6: Return to Function

Woche 14Phase 6: Return to Function

Full pain-free range of motion matching contralateral shoulder,Rotator cuff strength at least 90% of contralateral side for all muscles,Functional outcome scores meeting discharge thresholds,Ability to perform overhead activities without compensation or instability symptoms,Patient-reported outcome measures showing clinically significant improvement

→ Weiter zu: Discharge Criteria Met

Meilensteine der Aktivitätswiederaufnahme

Pain-free basic activities of daily living

Week 4

Functional reach distance ≥ 30cm from trunk in all directions

Light functional activities and conditioning

Week 6

Active range of motion ≥ 70% of unaffected contralateral side

Moderate activity and sport-specific conditioning

Week 8

Patient demonstrates correct scapular setting during arm elevation

Full return to sport, occupation, and recreation

Week 14

Pain ≤ 3/10 during functional reaching and lifting activities

Vorsichtsmaßnahmen

  • Überlastung vermeiden
  • Neutrale Wirbelsäule halten
  • Bei zunehmenden Schmerzen stoppen

Gegenanzeigen

  • Wunddehiszenz

Schmerzmanagement

Geräte & Modalitäten

Therapeutic exercise (range of motion, strengthening, scapular stabilization)Manual therapy (glenohumeral and scapulothoracic joint mobilizations)Proprioceptive training (closed chain weight bearing, vibration)Electrical stimulation (neuromuscular electrical stimulation for rotator cuff activation)Shoulder taping or bracing as needed for dynamic stabilityHandtrainerFaszienrolle

Häufige Fragen

Kann ich direkt zur Kräftigung übergehen, wenn ich mich bereit fühle?
Nein – Phasen werden nur weitergeführt, wenn Ihre Fachkraft bestätigt, dass Sie die Kriterien erfüllen, da frühe Belastung Rückschläge verursachen kann. Sich bereit zu fühlen ist ein gutes Zeichen, sprechen Sie es daher mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten an, die oder der Ihre Beweglichkeit und Kraft neu beurteilen kann.
Was, wenn eine Einheit meine Schulterschmerzen verstärkt?
Brechen Sie die Übung ab, ruhen Sie sich aus und informieren Sie anschließend Ihre Fachkraft über die Veränderung. Sie kann das Programm anpassen, und Sie sollten ohne Anleitung nicht trotz zunehmender Schmerzen weitermachen.
Brauche ich alle aufgeführten Hilfsmittel und Behandlungen?
Der Handtrainer und die Faszienrolle sind die zentralen Hilfsmittel, während manuelle Therapie, Elektrostimulation und Taping nur eingesetzt werden, wenn Ihre Fachkraft sie als hilfreich einschätzt. Ihre Therapeutin oder Ihr Therapeut passt an, was Sie tatsächlich nutzen, entsprechend Ihren Bedürfnissen und Ihrer Phase.

Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

Medizinisch geprüft von WellAlly-Redaktionsteam Zuletzt geprüft 6. Oktober 2026. · Unsere redaktionelle Richtlinie lesen

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